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Deutsche Leichathletik-Meisterschaft jetzt 2011 im Kasseler Auestadion
03. Juli 2009
„Wir haben es geschafft!“ Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen fiel ein Stein vom Herzen. „Anja Wolf-Blanke, Präsidentin des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (DLV), hat mir soeben mitgeteilt, dass die Gremien des DLV heute in Ulm die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 2011 nach Kassel vergeben haben.“
Er werde jetzt am Wochenende nach Ulm reisen, um am Rande der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 2009 die näheren Einzelheiten mit den Spitzen des Deutschen Leichtatheletik-Verbandes (DLV) zu klären und dem Generalsekretär des DLV, Frank Hensel, und Anja Wolf-Blanke für ihren Einsatz für Kassel zu danken.
Nur wenige Wochen nach der Absage der Titelkämpfe für das Jahr 2010 – Grund war der unvorhersehbare Tribünenabriss am Auestadion – wendet sich nun das Blatt zum Guten. „Ich habe direkt nach der Absage den Kontakt zum DLV und HLV gehalten und die Gremien des Verbandes davon überzeugen können, dass Kassel tolle Meisterschaften in einem Spitzen-Stadion organisieren wird“, so Hilgen.
Mit der Vergabe dieser Meisterschaft werde das große Engagement der Stadt Kassel anerkannt, das Auestadion zu einer Sportstätte auszubauen, die in ansprechendem Ambiente internationalen Anforderungen gerecht werde, erklärte der OB. In diesem Zusammenhang dankte er im städtischen Pressedienst dem Vorstand des Hessischen Leichtathletik-Verbands (HLV) für seine erneute Unterstützung. Er habe engagiert die neuerliche Kasseler Bewerbung gefördert, nachdem die Stadt Kassel die ursprünglich für nächstes Jahr im Auestadion vorgesehene Meisterschaft wegen der Probleme mit der Haupttribüne habe zurückgeben müssen.
Hilgen wies darauf hin, das Auestadion sei als eines der traditionsreichsten und schönsten Sportanlagen Hessens wegen seiner besonderen Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zur barocken Karlsaue ein Schmuckkästchen, das die Stadt für über 21 Millionen Euro unter anderem zum Leichtathletik-Stadion ausbaue.
Speziell für die Leichtathletik verfüge das Auestadion über acht Laufbahnen und ein Nebengelände mit weiteren Leichtathletikanlagen. Ferner sei der gesamte Kunststoffbelag erneuert worden. Zusätzlich werde eine neue Infrastruktur mit Funktionsräumen und Medienbereich geschaffen, so Hilgen weiter. Weiteres großes Plus seien die über 18.000 Zuschauerplätze, von denen rund 7.700 überdacht seien, und die vergangenes Jahr eingeweihte moderne Flutlichtanlage.
„In Kassel und der nordhessischen Region ist seit Jahrzehnten ein fachkundiges und Leichtathletik begeistertes Publikum zu Hause“, führte der OB weiter aus. „Dies haben zahlreiche Leichathletik- und Großveranstaltungen im Auestadion bzw. in Kassel seit 1956 bewiesen, so die Askina- bzw. Kassel Athletics-Sportfeste oder auch die Kassel-Marathons.“ Im Übrigen sei Kassel nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst auch Heimat des wieder gegründeten Deutschen Leichtathletik-Verbandes gewesen.
Abschließend unterstrich Hilgen, die Stadt Kassel werde für die vom Deutschen Leichtathletik-Verband veranstaltete Meisterschaft einen Zuschuss in Höhe von 125.000 Euro gewähren sowie ein miet- und werbefreies Auestadion für das Meisterschaftswochenende zur Verfügung stellen. „Dieses städtische Engagement ist gerechtfertigt“, meinte der Oberbürgermeister, denn „von der Meisterschaft versprechen wir uns nicht nur einen Impuls für den Tourismus, sondern auch einen bundesweiten Imagegewinn“.



