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documenta
7.000 Eichen
Was hatte es mit der Aktion auf sich? Direkt vor dem Museum Fridericianum wurden 7.000 große Basaltblöcke abgeladen, mitten auf dem Friedrichsplatz! Das hat die Gemüter der Kasseler Bürger zunächst erregt, bis schließlich allgemein bekannt wurde, was Joseph Beuys mit dieser Aktion bezweckte: Von der d7 (1982) bis zur d8 (1987) sollte nach und nach jeder dieser Basaltblöcke entfernt werden, und zwar nur dann, wenn sich jemand durch eine sogenannte „Baumpatenschaft“ bereit fand, die Kosten für die Pflanzung eines Baumes zu tragen (500,-- DM inklusive Transport, Stein und Pflege). Bis zur d8 wurden 7.000 neue Bäume in Kassel gepflanzt. Allerdings nicht nur Eichen, sondern verschiedene Bäume aufgrund des unterschiedlichen Stadtbildes.
Erkennbar sind die Bäume dieser ökologisch - künstlerischen Aktion an dem Basaltblock daneben.
Joseph Beuys war bekannt für seine ökologischen Appelle und sein gesellschaftliches Engagement, Der 1921 in Kleve geborene Künstler, stellte von der d3 bis zur d7 seine Werke aus und war somit fünfmal auf einer documenta vertreten.
In der Geschichte der documenta ist die Aktion „7000 Eichen“ bislang die einzige Arbeit, die zwei documenta-Ausstellungen miteinander verbindet. Das durch die Kasseler Bevölkerung zunächst abgelehnte Projekt erfuhr eine Rehabilitation, indem es im Rahmen des Landschaftswettbewerb „Ökologische Erneuerung unserer Städte und Gemeinden“ 1987/88 durch das Hessische Innenministerium eine Auszeichnung erhielt. Mit dieser Arbeit, die sich mittlerweile völlig im Stadtbild aufgelöst hat, hat der Künstler Josef Beuys den von ihm entwickelten „erweiterten Kunstbegriff“ so konsequent wie nie zuvor verwirklicht.

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